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Abstract: An der Universität für Forstwirtschaft und Holzindustrie, Sopron beschäftigen wir uns schon beinahe seit einem Jahrzehnt mit den künstlichen Kultivierungsmöglichkeiten des Austernseitlings (Pleurotus ostreatus). Im Laufe dessen kam es auch zur Überprüfung der Frage, welche Wirkung die Belichtung auf den Pilz ausübt. Unser Ziel war von dem Belichtungsbedarf des Pilzes solche Daten zu erforschen, in deren Besitz wir das Licht als ökologischen Faktor im Interesse des Anbaues, in den verschiedenen Phasen der Kultivierung bewusst anwenden können. Es ist bekannt, dass sowohl bei den niederen, als auch bei den höheren Pilzarten sich solche befinden, welche dem Licht gegenüber neutral sind, andere dagegen reagieren darauf. Die Wirkung der Belichtung kann in den einzelnen Entwicklungsperioden verschieden sein. Auf das vegetative Myzel, welches sich in der Entwicklungsphase befindet, ist es meist neutral, oder negativ, hingegen beobachtet man in der Zeit der Gestaltung der Sporenträger und der Fruchtkörper oft positiven Phototropismus; sogar können viele Pilzarten ohne genügendes Licht überhaupt keine normalen Fruchtkörper entwickeln. Bei unseren Versuchen mit Austernseitling konnten wir die Wirkung der Belichtung auf die anwachsenden Myzelen nicht nachweisen. Unter identischen Bedingungen konnten wir keinen Unterschied feststellen bei Pilzkulturen in hellen oder in dunklen Räumen. Desto interessanter war aber das Verhalten der Pilze in der Zeit der Fruchtbildung.
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