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Volume 7 Part 1 Article 11
Year 1969
Title: Der Bildungsmechanismus stickstoffhaltiger Huminstoffe während der Rotte
Author: K. Haider

Abstract:

Wahrend der Rotte pflanzlichen Materials unter mesophilen Bedingungen bilden sich stickstoffhaltige Huminstoffe, dieser Stickstoff lasst sich durch Hydrolyse fraktionieren. Zum Teil erhalt man ihn nach der Hydrolyse in Form von freien Aminosäuren, als Ammoniak oder er verbleibt im Hydrolyseruckstand. Durch Proteolyse mit verschiedenen Proteasen lasst sich zeigen, dass die Aminosäuren zum grossen Teil in Form von Peptidbmdungen gebunden waren Trotz der Tatsache, dass der Stickstoff zum grossen. Teil als Aminosäure freisetzbar ist, ist er doch durch Mikroorganismen schwer verwertbar und gegenüber dem mikrobiellen Angriff verhältnismässig stabil.

Es konnte gezeigt werden, dass kleinere oder grossere phenohsche Bruchstucke des Lignins mit Aminosäuren oder Peptiden unter oxydierenden Bedingungen m Reaktion treten und zu stickstoffhaltigen Huminsauren reagieren. Mit Hilfe verschiedener Aminosäuren und Peptiden sowie Proteinen wurde diese Reaktion untersucht und dabei festgestellt, dass eine Addition über die Ammogruppe der Ammosauredenvate an Chmone stattfindet Neben der Addition findet auch eine oxydative Desaminierung der Ammosauredenvate zu Ammoniak und Kohlendioxid und Bruchstucken der Aminosäuren statt.

Einige Untersuchungen, über die berichtet werden soll, befassten sich mit dem. Mechanismus der mikrobiellen. Verwertbarkeit dieses gebundenen Stickstoffs, der dabei ähnlich schwer verwertbar wie der in den Huminsauren gebundene Stickstoff ist.

Neben einer Reaktion von Peptiden oder Aminosäuren mit Bruchstucken des Lignins ist auch eine Reaktion von mikrobiell gebildeten Phenolen mit diesen Stickstoffkomponenten möglich.

Es wurde gezeigt, dass eine grossere Zahl von Mikroorganismen Phenole – hauptsächlich m-Diphenoldenvate – bilden und diese durch Einführung weiterer. Hydroxylgruppen teilweise in autoxydable Phenole überfuhren. Diese autoxydablen Phenole reagieren entweder mit Phenolen des Mikroorganismenstoffwechsels oder mit phenolischen Lignmbruchstucken zu Huminsauren, wobei im Reaktionsgemisch vorhandene Ammosauredenvate mit in die Reaktionsprodukte eingehen.

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