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Volume 7 Part 1 Article 10
Year 1969
Title: Untersuchungen Über den Ligninabbau bei der Rotte von Stroh
Author: W. Flaig
Abstract:
Roggenstroh wurde mit einer Nährlösung versetzt, die m einem Ansatz keine Stickstoffsalze,
in einem anderen 0,5 und 1,0% Stickstoff in Form von Ammoniumnitrat
pro Trockengewicht des Strohs enthielt.
Die Ansätze wurden nach Impfen mit einer
Bodensuspension in einer klimatisierten Kammer 240 Tage bei 29-30°C und einer
Luftfeuchtigkeit von 85–95% belassen.
In gewissen Zeitabstanden sind Proben gezogen
worden, die in Stoffgruppen aufgetrennt wurden (Atherextrakt, Heisswasserextrakt,
Lignin-Fraktion, Holocellulose und -Cellulose).
Eine Stickstoffgabe beschleunigt den Abbau der Cellulose starker als den der Ligninfraktionen.
Mittels Elementaranalysen wurden die Veränderungen im Kohlenstoff-,
Sauerstoff-, Stickstoff- und Methoxylgehalt der Ligninfraktionen bestimmt, die auf.
Zusammenhange verschiedener Prozesse wahrend der Rotte schliessen lassen Anhand
der Infrarotspektren können die Veränderungen an den Ligninfraktionen wahrend
der Rotte verfolgt werden.
Untersuchungen an den verschieden lange gerotteten Strohproben und deren Ligninfraktionen.
mittels Athanolyse ergeben Anhaltspunkte dafür, m welcher Weise die
Monomeren des Strohligmns (p-Cumaralkohol, Comferylalkohol und Sinapinalkohol)
aus dem Verband des Lignins herausgespalten und unterschiedlich rasch einem
biologischen Abbau unterworfen werden.
Auch die Zusammensetzung des Heisswasserextraktes wird durch die Zugabe von
Stickstoffsalzen und die dadurch erhöhte Geschwindigkeit und durch einen anderen.
Verlauf der Prozesse des Abbaus des Strohs verandert In den Extrakten mit heissem
Wasser hessen sich Lignmspaltstucke nachweisen.
Die Wirkung der Extrakte auf das Wachstum und den Trockengewichtsertrag von
Keimpflanzen wird auf das Vorhandensein dieser Verbindungen zurückgeführt, da
sich in anderen Versuchen ergeben hat, dass diese Verbindungen bzw ihre Oxydationsprodukte
stoffwechselaktiv sind Weitere Untersuchungen zeigten, dass diese Verbindungen
zwar im Boden nicht sehr bestandig sind, sie jedoch laufend aus humifizierendem
Pflanzenmatenal nachgeliefert werden.
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