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Abstract: Bei der Substratbereitung im Champignonanbau lässt es sich nicht vermeiden, dass Abfallstoffe verwendet werden, die mehr oder weniger schwermetallbelastet sind. Da das Myzelwachstum und die Fruchtkörperbildung in enger Beziehung zu den Stof f Umwandlungen während des Rotteprozesses stehen, sind Untersuchungen zum Verhalten der Schwermetalle in den Substraten auch im Hinblick auf die Akkumulation in den Pilzen wichtig. Frühere Bestimmungen des Schwermetallgehaltes im Kultursubstrat und Erntegut des Champignons, Agaricus bisporus, bei anteiliger Verwendung von Müllklärschlammkompost (1) hatten ergeben, dass steigende Mengen dieses Materials im Gemisch mit Pferdemist eine Zunahme des Schwermetall-Gesamtgehaltes bewirken. Die Aufnahme von Schwermetall ionen in die Fruchtkörper hing allerdings weniger vom Gesamtgehalt ab als von der Löslichkeit der Schwermetallverbindungen. So konnte gezeigt werden, dass 94-99% der Schwermetalle in Bindungsformen vorliegen, aus denen sie durch CaCl2- Lösungen nicht freigesetzt werden konnten. Nicht beantworten liess sich die Frage, ob durch das Pilzwachstum Schwermetallionen mobilisiert werden. Um einen Einblick in das Verhalten von Schwermetallen während des Stoffumsatzes in Pilzkultursubstraten zu erhalten, wurden in Perkolationsversuchen die gelösten Mengen an Kupfer, Zink, Blei und Cadmium in beimpften Substraten (Agaricus bisporus) und in unbeimpften Substraten in Gegenwart der Begleitflora bestimmt. Ferner interessierte der Schwermetallumsatz im Verlauf des Rotteprozesses und der Schwermetallgehalt einzelner Kompostfraktionen, wobei vor allem geprüft werden sollte, ob die Huminstoffbildung die Verfügbarkeit von Schwermetallionen beeinflusst.
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